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Sächsische Porzellanmanufakteure zerstören chinesische Hochkultur

November 21, 2006

Eine interessante Erkenntnis, die ich in den letzten Tagen so nebenbei gehabt habe:

Als im 17. Jahrhundert in Sachsen die Porzellanherstellung „erfunden“ wurde, brach die europäische Nachfrage nach chinesischem Porzellan ein. Dadurch

  1. verloren die arabischen und indischen Zwischenhändler ein wichtige Einkommensquelle
  2. sank die Nachfrage nach chinesischem Porzellan erheblich und ein wichtiger Grund für den chinesischen Überseehandel brach weg. China verlor seine Rolle als „Welthandelsmacht.
  3. In der Folge brach die chinesische Produktion zusammen.
  4. In Folge von 2. und 3. wurde China zur wirtschaftlichen „Peripherie“ (ein Begriff aus der Dependenztheorie), d.h. verlor nicht nur seine wirtschaftliche, sondern auch seine politische Vormachtstellung.

Sprich: Meine sächsischen Vorfahren sind für den Untergang Chinas zuständig, aus dem sich das Land erst heute, nach ein paar Jahrhunderten, so langsam erholt.

Kategorien:Welt verbessern
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