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“Financiers may back away from Panguna”

August 5, 2007

Die verlassene Panguna-Kupfermine bei Arawa sei über die zwei Jahrzehnte, die sie nun schon still gelegt ist, für Finanzenvestoren weniger attraktiv geworden. So war kürzlich in der größten PNG-Tageszeitung, im Post-Courier, zu lesen (“Financiers may back away from Panguna”, in: Post-Courier, 19 Juli 2007, S. 27).

Für die Wiederaufnahme des Betriebes würden ca. 1,5 Mrd. US-Dollar benötigt. Bei unsicheren Weltmarktpreisen für die Abbauprodukte Gold und Kupfer, und einer Ergiebigkeit der Mine für nur noch 15 weitere Jahre Minenbetrieb, fände sich u. U. kein Financier mehr.

Die ehemalige Betreibergesellschaft Bougainville Copper Ltd. (BCL), eine Tochtergesellschaft des internationalen Rio Tinto Konzerns, versuche daher die Regierung der Autonomen Region Bougainville und die Landeigentümer des Minengeländes zu Gesprächen am “Runden Tisch” zu bewegen: um künftige Möglichkeiten zu eruieren und “Sicherheits- und Umweltaspekte” zu diskutieren.

Panguna, in den Bergen hinter Arawa gelegen, ist für Aussenseiter noch immer kaum zugänglich. PNG-Bürger anderer Provinzen (an der helleren Hautfarbe leicht zu erkennen) und Ausländer wie ich können die von einem der ehemaligen “Rebellenführer” gesperrte Straße nach Panguna hinauf noch immer nicht passieren. Die “Passiergebühr” beträgt derzeit 200 Kina (etwa 50 Euro). Die Regelung gilt auch für Lehrer aus anderen Provinzen. Betroffen sind auch die hinter Panguna gelegenen Distrikte Bana und Siwai, die sonst nur durch den Umweg über das südliche Buin zu erreichen sind. Trotzdem funktioniert der Schulbetrieb dort leidlich gut. Einige vakante Lehrerstellen waren in den letzten Jahren durch “volunteer teachers” und Rentner-Lehrer aus der community besetzt worden, was immer notwendig ist.

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