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Unsere Hochzeit auf neuguineisch

November 20, 2007

Am 27. Oktober 2007 war es so weit: Annith und ich haben uns das Ja-Wort gegeben.

Bereits drei Wochen vorher hatte ich mir Urlaub genommen, um Annith nicht alle Vorbereitungen alleine überlassen. Sicherheitshalber kam ich bereits einige Tage vor dem Abflugtermin von Arawa nach Buka. Man weiß nie, ob die Straßenbedingungen und die zu überquerenden Flüsse die Reise nicht doch unmöglich machen.

Der Flug, eigentlich über Rabaul nach Lae, wurde aufgrund einer größeren Verspätung über die Hauptstadt Port Moresby umgeleitet. In Buka hieß es noch, ich würde dort übernachten und am nächsten Tag in der Frühe nach Lae weiter reisen. Woraufhin ich meine Abholer in Lae abbestellte.

In Port Moresby angekommen hieß es dann, “Wir haben kein Hotelzimmer für euch, ihr fliegt direkt weiter nach Lae”. Bei Anbruch der Dunkelheit kam ich dann endlich in Nadzab, dem Flughafen von Lae, an. Es wartete erwartungsgemäß niemand auf mich, so dass ich auf den nächstbesten wartenden Bus sprang, der mich durch die Settlements in die Stadt brachte. Um 8 Uhr kam ich dann in Malahang an, wo Anniths Schwestern schon mit dem Essen auf mich warteten. Nur: Annith war nicht da. Die saß schon seit Tagen auf der Insel Bagabag fest, von wo es offenbar kein Boot ans Festland gab.

Montag früh fand sich dann offenbar ein Boot von Bagabag nach Madang, von wo sie sofort mit dem Bus (hier PMV – Public Motor Vehicle – genannt), so dass ich sie nachmittags endlich in die Arme schließen konnte.

Einige Tage blieben wir dann in meiner alten Heimat Lae, Freunde treffen, Hochzeitskleid und -jacket abholen und allerlei Dinge erledigen.

Etwas verspätet fuhren wir die Woche drauf mit dem PMV nach Madang, um prompt im Markham Tal mit Getriebeschaden liegen zu bleiben. Bei Anbruch der Dunkelheit ging es in einem Ersatzbus weiter. Dank dem neuen Mobilfunkbetreiber Digicel konnten wir Anniths Familie auf Krangket Island auf dem Laufenden halten, so dass wir, als wir endlich ankamen, schnell mit dem Boot abgeholt wurden.

Die erste Woche haben wir zusammen auf dem Dorf verbracht, immense Kochtöpfe, Kühlboxen und Sonnenschutz für das Hochzeitsmahl organisiert. Der Pastor der lutherischen Gemeinde und Anniths Familie  haben uns eine Menge Arbeit abgenommen. Hundert Hühnchen und vier Schweine hatten wir für die Hochzeit organisiert. Eines davon sollte gegrillt werden, die anderen drei im traditionellen Mumu-Erdofen zubereitet werden. Dazu gab es Hummer, Fisch, Reis, und Berge von Süßkartoffeln, Taro und Yam. Ich habe jetzt eine vage Vorstellung davon, wie eine Großküche funktioniert.

… (mehr und Bilder gibt’s später) …

Kategorien:Uncategorized
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