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Bougainville News

März 27, 2008

Update Mobilfunk in Bougainville
Die irisch-karibische Mobilfunkgesellschaft Digicel hat vergangene Woche ihren Dienst in Buka offiziell ge-“laucht“. Erstmals sind auch entlegene Gebiete der Insel Buka und Nord-Bougainvilles telephonisch erreichbar. Im Laufe des nächsten Monats sollen die Mobilfunk-Masten entlang des „Highways“ bis hinunter nach Arawa ihren Dienst aufnehmen.

Leuchttürme for Bougainville
Die Küstensicherheitsbehörde hatte Ende 2007 die gesamte Ostküste Bougainvilles mit solar-betriebenen Leuchttürmen ausgestattet. Sämtliche Solarpanele sind mittlerweile geklaut und die Leuchttürme damit nicht mehr funktionstüchtig.

Das Jugend-Kreuz
Das „Heilige Jugend-Kreuz“ (des kath. Weltjugendtages 2005 in Köln), dass durch das ganze Jahr 2007 über die Insel Bougainville getragen wurde, erreicht jetzt Buka. Das dem Kreuz voran wandernde awareness team der Katholischen Kirche ruft die Familien und Gemeinden der Region auf, sich unter dem Kreuz zu versöhnen. („Buka Youths prepare …“, Post-Courier, 19.3.2008, S. 16).
Das Kreuz war schon das ganze Jahr 2007 über Anlass für zahlreiche Versöhnungszeremonien („reconciliation“) zwischen seit dem Bürgerkrieg zerstrittenen Gruppen und Familien.

Fuel shortage in Bougainville
Benzin und Diesel ist in Bougainville noch immer knapp. Dies betrifft v.a. den Transportsektor. Die Aussenbordmotorboote, die in Buka Town die arbeitende Bevölkerung zur Arbeit bringen und Kranke von Nissan nach zum Krankenhaus in Buka, sind besonders betroffen. U.U. werden in Kürze Unternehmen und Behörden ihren Betrieb einschränken. Ursache sei die zweitweise Stillegung der Schiffe Nukumanu, Huris, Pelpel, Niugini Trader und Makaya durch die neue maritime Sicherheitsbehörde. („Bougainville low on fuel“, The National, 18.3.2008, S. 3).
Nicht betroffen dürften die 16 (?) Fahrzeuge und Generatoren sein, die mit Kokosnussöl laufen. Thanks to Buka Metal Fabricators und Ex-Entwicklunshelfer M. Horn.
„The National“ meldet, dass einige der Schiffe wieder ihren Betrieb aufgenommen hätten. („Agmark ships resume coastal routine“, The National, 18.3.2008, S. 16)
Diesel ist in Arawa wieder nicht an allen Tankstellen zu haben. Dort wo es noch welchen gibt kostet er 4 Kina (1 Euro) statt der üblichen 3,30 Kina. Petrol habe ich gestern zum fast normalen Preis von 3,50 Kina gekauft.

Bergbau in Bougainville
Die Regierung der Autonomen Region Bougainville (ABG – Autonomous Bougainville Government) unter Präsident Joseph Kabui und die National-Regierung verhandeln, wem im Zukunft die Bergbau-Rechte in Bougainville („ownership of mineral and gas resources in Bougainville“) gehören werden.
ABG hat 2008 zum Jahr der Waffen-Vernichtung erklärt. Die Mehrzahl der Waffen der BRA seien noch nicht aufgegeben worden. Die Lösung des Waffen-Problems sei seit dem Friedensabkommen in den Händen der Regierung von Bougainville. („ABG, Govt set for high level talks“, The National, 18.3.2008, S. 9)
Gleichzeitig planen Landeigentümer des Panguna-Gebietes ihre Versöhnung untereinander. In einer ersten Phase sollen sich die Familien der drei in Panguna ansässigen Klans aussöhnen. Präsident Joseph Kabui, als auch der 2005 verstorbene politische Führer der Bougainville Revolutionary Army, Francis Ona, gehören zu den drei Klans des Panguna-Gebiets. („Panguna landowners talk of reconciliation“, Post-Courier, 17.3.2008, S. 3)

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