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Goldinsel Bougainville

April 26, 2008

Von der kleinen Bergschule Kupei aus sieht man noch viel höher in den Bergen ein kleines Loch, die alte Kupei-Goldmine aus der deutschen Kolonialzeit, in der seit einigen Jahren wieder Männer nach wertvollem Metall buddeln. In Wakunai und im Umfeld der ehemaligen Panguna-Mine wird ebenfalls fleißig gesucht. Ein Lehrer erzählt neidisch von den Eltern eines Schülers, die sich nach dem ersten Landcruiser jetzt einen Dyna-Truck kaufen. Wovon keiner erzählt, sind die verseuchten Flüsse auf der Ostseite Bougainvilles. Der Einfachheit halber waschen einige Goldsucher das teure Metall mit Quecksilber aus dem Fluss.

In Arawa wird ein Gramm Gold angeblich für 50 Kina gehandelt. In Port Moresby könne man dafür 80 Kina bekommen. Bei einem Einsatz von 50.000 Kina, d.h. 1 kg Gold, könnten damit 30.000 Kina Gewinn erzielt werden, hier ein gutes Jahreseinkommen (4 Kina = 1 Euro). Die Goldhändler bekommen in der Regel das Geld das sie zum Einkauf benötigen von ihren Auftraggebern vorgestreckt.

Den traditionellen Landeigentümern ist in PNG das Goldsuchen und -waschen auf ihrem Grund und Boden erlaubt, sofern sie einfache Mittel verwenden. Zum Maschinen-unterstützten Suchen im größeren Stil benötigt man eine Lizenz.

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