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Polizei zwingt ÖPNV-Kunden zu Liegestützen

Juni 9, 2008

Früher Samstag Nachmittag, Buka. Mit heulender Sirene saust ein Polizeilandcruiser an uns vorbei. Offenbar ist er hinter einem voll besetzten LKW her, der hier in Bougainville zum Befördern von Personen dient. Unweit unseres Hauses muss der LKW-Fahrer anhalten. Was passiert jetzt? Gehen die Polizisten auf besoffene Passagiere los? Ziehen sie den Fahrer für zu schnelles Fahren zur Rechnung? Nichts der gleichen.
„Get down! Get down!“ tönt es aus dem Lautsprecher des Polizeiwagens. „Red shirt, get down! Blue shirt get down!“ Ohne das Auto zu verlassen verteilt der Polizist über Lautsprecher Anweisungen. Vier oder fünf junge Männer steigen herunter. Die Stimme aus dem Lautsprecher verurteilt sie zum Liegestütze machen. „Eins, zwei, drei, …. vierundzwanzig, …, zweiunddreißig, nicht schlappmachen, zweiunddreißig, dreiunddeißig, …, fünfzig.“ Ob die Jungs verbotenerweise in der Öffentlichkeit (auf dem LKW) Bier getrunken haben, oder sich einfach nicht ordnungsgemäß hingesetzt haben – ich weiß es nicht. Mit einer guten Ermahnung wurden sie jedenfalls wieder entlassen.

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