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Religion in Bougainville

November 21, 2008

Bougainville ist formell mehrheitlich katholisch. Die ersten christlichen Missionare die die heutige „Autonome Region Bougainville“ betraten, waren kurz nach 1900 die Väter des Maristen-Ordens (Society of Mary), gefolgt von den Maristen-Brüdern und den Maristen-Schwestern. Später kamen dann die Methodisten, auf die die heutige United Church zurück geht, und noch später die Adventisten des Siebenten Tages (Seventh Day Adventist oder SDA). Doch ca. 70 Prozent der Bevölkerung sind laut Volkszählung römisch-katholisch. Neben diesen drei Mutterkirchen tun sich wie anderswo in PNG allerlei kleinere Gruppierungen auf. Die zahlenmässig wichtigste der kleineren Kirchen dürfte die charismatische CLC (Christian Life Center) sein. Neben den christlichen Gruppen existeren millenaristische Kulte, wie die „Black Jesus Bewegung“ aus Buin und der Kult um den Stein Jaspar in Wisai.

Der Bürgerkrieg hat die Gräben zwischen den Konfessionen vergrößert. Katholiken, United Church und SDA werfen einander vor die jeweils anderen Kirchen und Schulen abgebrannt zu haben. Von einem Krieg der Religionen kann jedoch nicht die Rede sein. Die kämpfenden Gruppen waren während der Krise nicht oder nur in Ausnahmefällen entlang religiöser Gruppen organisiert. Ökumenisches Leben an der Basis gibt es wenig, obwohl die höheren Ränge der Kirchen relativ offen miteinander um gehen und viele soziale Dienste gerade der größeren katholischen Kirche ausdrücklich allen Konfessionen offen stehen.

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