Ladies, too!

Mai 26, 2010

Seit der Unabhängigkeit Papua-Neuguineas im Jahre 1975 hat es nur eine Handvoll Frauen ins Parlament geschafft – dem britischen „first past the post“-System sei Dank. Die derzeit einzige ist Dame Carol Kidu, die gleichzeitig als Ministerin für Community Development einen der entwicklungspolitische interessanteren Posten in der Regierung hat. Das soll sich jetzt mit dem „Reserved Seats for Women Bill“ ändern. Sofern das Parlament zustimmt wird pro Provinz ein Parlamentssitz für Frauen reserviert – gewählt von allen WählerInnen. Im mehrheitlich matrilinearen Bougainville wurde das Verfahren schon mit der Autonomie 2005 eingeführt. Dort wählen die WählerInnen der drei Regionen Nord, Süd und Zentral je eine Frauenrepräsentantin und einen Ex-Kämpfer (ex combattant – Bürgerkriegsveteran).

Und damit die Parlamentarier auch wirklich zustimmen hat das Dame Carols „Department for Community Development“ mit Hilfe der Vereinten Nationen eine groß angelegte Werbekampagne gestartet. Im einzigen Sender PNGs werben zwei Kids aus dem Hochland für „Our mothers are our heros“, Carol Kidu wirbt für „just me is not enough“, die „Women in Business“ werben für weibliche Weisheit an der Regierungsspitze und in den zwei Tageszeitungen machen weibliche Vorbilder in kleinen schwarzen Werbebalken Werbung für die Idee. Was eigentlich gut klingt hat allerdings auch viele Gegner.

%d Bloggern gefällt das: