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Es werde Licht … in Bougainville

März 4, 2011

Nur knapp 10 Prozent der Bevölkerung PNGs sind an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. In Bougainville sind es die paar Tausend Einwohner von Buka Town und entlang der 10 km Strasse nach Hutjena. Die größte Stadt Arawa dröhnt nachts von privaten Generatoren. Buin Town und Wakunai District Center verfügen über eigene Dieselgeneratoren die täglich ein paar Stunden Strom liefern. Dazwischen: Nichts. Dabei sind die Berge voll mit kräftig strömenden Flüssen. Während des Bürgerkriegs schon, und in den letzten zehn Jahren danach, haben findige Menschen aus umgebauten Generatoren und abgewrackten Automotoren ihre eigenen kleinen “hydros“ gebaut. Noch immer beleuchten diese kleinen Wasserkraftwerke Marke Eigenbau nachts die Dörfer in den Bergen hinter Arawa (und zerstören mit ihren kräftigen Stromschwankungen recht häufig die angeschlossenen Geräte).

Das soll sich jetzt ändern. Das Land sei ideal für ein Netzwerk kleinerer Wasserkraftwerke, die in dieser Größenordnung auch kaum gewartet werden müssten. Auch koste Strom aus dem Wasserwerk wenig, während die gegenwärtigen Dieselgeneratoren mit teurem Import-Diesel gefüttert werden müssen. Meint die Asiatische Entwicklungsbank ADB. Ende Februar hat die ADB einen Kredit von 57,3 Millionen Dollar bewilligt. U.a. soll der staatliche Stromversorger PNG Power mit dem Geld in Bougainville und Northern Province Flusswasserkraftwerke bauen. Geplant ist in Bougainville ein Netz von kleinen Kraftwerken in den dichter besiedelten Kakao-Gebieten der Ostküste. Versorgt werden könnten dann nicht nur die „urbanen“ Zentren Arawa, Wakunai, Tinputz und Buka-Stadt, sondern eben auch die kleinen Weiler und Dörfer dazwischen.

Ein ambitioniertes Ziel, dass selbst in den Zeiten der reichen Panguna-Mine niemand in Angriff genommen hatte.

Light up the world!

Quellen:
http://www.waterpowermagazine.com
http://www.eco-business.com

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