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Rezept: Mumu und Flönz – Blutwurst auf neuguineisch

November 6, 2011

Ohne Schwein ist keine Feier perfekt. Zu Hochzeiten und Kompensationszeremonien werden immer auch Schweine geschlachtet. Bis das Schwein nicht da ist, wird gar nicht erst angefangen. Zubereitet wird es als ‘Mumu’, durch langsames Garen im Erdofen.

Dabei wird jeder Teil des Tieres verwertet. Leber gilt in manchen Gegenden als Delikatesse, der Kopf wird im Hochland den Ehrengästen vorbehalten, sogar das Blut wird aufgefangen und verarbeitet.

Während des Schlachtens wird ein Teil des Blutes ausgelassen und in einer Schüssel aufgefangen und zur Seite gestellt. Anschließend wird das ‘Mumu’ zubereitet. Steine werden in einer Erdmulde im Feuer erhitzt, auf die dann die in Bananenblätter eingewickelte Schweinefleischstücke gelegt werden. Das ganze wird mit Erde luftdicht verschlossen und das Fleisch gart einige Stunden vor sich hin. Sobald fertig wird die Erde zur Seite geräumt und das Fleisch vorsichtig von den heissen Steinen genommen. Die Bananenblätter dienen nun als Schüssel. Sie werden auf die heissen Steine gelegt und mit dem beiseitegestellten Blut gefüllt. Unter Rühren wird aus der Flüssigkeit die in Köln als Flönz bekannte Masse: Blutwurst, nur eben ohne Wurstpelle. Fertig.

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