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Feldforschung unter Goldgräbern

November 27, 2011

Der Abbau von Rohstoffen wie Kupfer, Gold oder Nickel ist eine Haupteinkommensquelle des neuguineischen Staates und Arbeitsplatz für einen Teil der lokalen Bevölkerung. Doch das Verhältnis der ‘Lokalen’ zum Bergbau ist oftmals ambivalent. Der Geldfluss durch die Mine verändert lokale Machtverhältnisse, verändert die Lebensweise, Erwartungen, führt Männer von ihren Familien weg und hin zur Mine. Flüsse wie der Fly River in Western Province oder Jaba River in Bougainville werden durch Abwässer geplant oder ungeplant verschmutzt. Teile der Bevölkerung profitieren von der Mine, andere Gruppen haben den Schaden. In vielen entlegenen Gegenden eröffnet der Bergbau die Tür zur Aussenwelt, bringt Annehmlichkeiten, verändert die Kultur, ermöglicht vielleicht den Bau von Schulen, schafft aber auch neue Konflikte.

Prof. Dan Jorgensen, University of Western Ontario, Kanada beleuchtet das ambivalente Verhältnis von Mine und lokaler Gesellschaft: www.journal-ethnologie.de.

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