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Posts Tagged ‘mining’

Rio 20+: Film Kinder in PNG

Juni 23, 2012 Kommentare aus

Die Geschichte von Angela, geboren auf Lihir Island in Papua-Neuguinea, dem Ort einer der größten Goldminen des Landes: http://www.guardian.co.uk/

 

Betelnuss-Business –

Mai 27, 2012 Kommentare aus

PNG erlebt derzeit einen Wirtschaftsboom wie noch nie. Im Hochland ist ein Naturgas-Projekt („LNG“) im entstehen, dass in seiner Größe das Land schon jetzt verändert. Es soll einmal den größeren Teil des Bruttosozialprodukts ausmachen. Bergbau und Holzindustrie dominieren die Exporte. Dennoch ist der formale „richtige“ Arbeitsmarkt nur für einige wenige da. Für die Mehrheit der Bevölkerung sind die hoch qualifizierten und bezahlten Jobs nicht erreichbar.

Doch es gibt auch für diese wirtschaftliche Möglichkeiten: Manch ein Gemüse- oder Betelnusshändler verdient im lokalen Markt mehr als ein höherer Staatsbediensteter. Hier eine Erfolgsstory: On their way to millions – The success of Samap’s Buai entrepreneurs.

Physics Tramp in Panguna

September 8, 2010 Kommentare aus

Life in Panguna was not always like it is today. There used to be a bustling expatriate community trying to adapt to the local climate and culture. Physics Tramp is an interesting blog about those early times, when Arawa was still a plantation and not yet dubbed most beautiful town of the South Pacific (a title that – by the way – has been claimed by a number of places) <…>.

Furche über Bougainville

Mai 7, 2010 Kommentare aus

An die Österreicher unter uns: In der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Furche“ ist unter dem Titel „Verzweiflung, die in Gewalt umschlägt“ ein interessanter Artikel über die Auswirkungen des Bergbaus auf die Gesellschaft in Bougainville erschienen.
Auf Radio New Dawn in Bougainville gibt es das neueste von den Wahlen.

Abenteuertourismus Bougainville

April 20, 2010 Kommentare aus

Abenteuer Bougainville - auf den Spuren des Krieges

Abenteuer Bougainville - auf den Spuren des Krieges

Am Infobrett eines Gästehauses in the nation’s capital Port Moresby: 8 Tage Ruinentourismus-Rundreise durch Bougainville, mit Gelegenheit sämtliche Tagebau-Ruinen zu photographieren. Und das Grab des 2005 verstorbenen Rebellenführers und Volkshelden Francis Ona. Sandwich-Lunch inklusive.

Me’ekamui General Chris Uma, der sich als Francis Onas letzter loyaler Bannerträger sieht, hatte 2009 folgendes dazu zu sagen: Nur einer der zahlreichen PMV-Unternehmer sei lizensiert Touristenführungen im Happy Valley von Kieta-Arawa durchzuführen. Das besagte vergangenes Jahr eine in Arawa an Häuserwänden veröffentlichte von ihm unterzeichnete Deklaration. (Auch ohne Genehmigung hat uns noch niemals jemand aufgehalten im Happy Valley am Wasser zu sitzen und zu photographieren)

Derweil müht sich das Tourism Office in Buka vermarktungsfähige „Produkte“ abseits des Bürgerkrieges zu identifizieren und entwickeln. Was man da wohl entwickeln muss? Die Provinz ist auch ohne Bürgerkriegsruinen voll von Natur und Kultur.

Männer und Frauen

April 15, 2010 1 Kommentar

Eine der Besonderheiten Bougainvilles ist, dass fast überall alles Land den Frauen gehört. Männer ziehen wenn sie heiraten in der Regel zur Familie der Frau und kümmern sich dort um den Kakau-Garten ihrer Frau und der Töchter. Bei einer Scheidung verlieren sie i.d.R. sämtliche Rechte.

Der Mangel an Landrechten wird dadurch wieder gut gemacht, dass ihnen ein Teil der politischen Führung zusteht. Die Chiefs sind dann doch meist männlich.

Das hat zu der paradoxen Situation geführt, dass die Minengesellschaft Rio Tinto / Bougainville Copper Ltd seit den 1960er Jahren im Grunde mit den falschen Gesprächspartnern geführt hat, mit den Häuptlingen / Chiefs Pangunas und der umliegenden Gebiete (die nicht zwangsläufig identisch mit den Ehemännern der Landeigentümerinnen sind).

Die gleiche Situation zeigt sich 2010 wieder. Wieder fliegen fast ausschließlich männliche Chiefs nach in die Hauptstadt, schlafen in teuren Hotels usw, und repräsentieren die Landeigentümerinnen (die Medien sprechen daher gerne von „den Landeigentümern“).

Was schon in den 1980er Jahren mit zum Ausbruch des Bürgerkrieges beigetragen hat. Die Neue Panguna Landowner Association, aus der später die ursprünglich nur gegen die Mine gerichtete Bougainville Revolutionsarmee hervor gegangen war, wurde bis zu ihrem Tode von einer Frau geleitet. Schon in den ersten Jahren der Mine waren es Frauen, die barbrüstig gegen die Landenteignungen auf die Straße gingen. Seit kurzem ist eine Gruppe Landeignerinnen aktiv, die das Thema zur Sprache bringt. Siehe unten (Hintergrundinfo für Interesierte: Lynette Ona ist politisches Urgestein Bougainvilles, Unterzeichnerin des Friedensabkommens in Neuseeland, entfernt verwandt mit Francis Ona, dem Führer der Unabhängigkeits- und Anti-Minenbewegung. Wahrscheinlich kandidiert sie auch bei den derzeitigen Wahlen – ich bin sicher die ESBC werden das gerne für uns überprüfen):

The incumbent president James Tanis is one candidate who wants to see it (the Panguna Mine) active again.
But Lynette Ona from the Bougainville Indigenous Women’s Landowner Group doesn’t.
„Because we sense that if mining comes on Bougainville it will spoil our land, spoil our environment and our culture as well,“ she said.
Ms Ona says many men support the mine’s reopening but women are the traditional landowners on Bougainville. (ABC Radio Australia)

Ein Trip durchs Panguna-Tal

März 12, 2010 Kommentare aus

Von oben

Eine halbe Stunde nachdem wir den Checkpoint an der Morgan-Junction passiert hatten öffnete sich uns das Panguna-Tal. Wie eine türkis-blaue Schlange wand sich unter uns der verseuchte Jaba-Fluss. Ein Anblick, der von der Bergkuppe gesehen, malerisch ist, weiter unten aber nur staubig-graue Tristesse verbreitet. Überall rostet und gammelt es vor sich hin. Aber trotzdem, der Ausblick war Gold wert.

Links: Der von Kupfersulfat verseuchte Jaba-Fluss im Oberlauf im Panguna-Tal. Meinen Kollegen zufolge entsteht das Sulfat durch Verwitterung der durch den Panguna-Tagebau frei gelegten Kupfererze.

Stahlgerippe

Hier, am Eingang des Panguna-Tals, wurde vor 20 Jahren das Erz vom Gestein getrennt. Im Vorbeifahren roch es diesmal verdächtig nach verbranntem Gummi. Wahrscheinlich hatte jemand ein Feuerchen auf den Fließbändern gezündet. Mann bemerke: Trotz jahrelangem Gesäge und Geschweiße stehen die Gerüste der mehrheitlich Rio Tinto gehörenden Minengebäude immer noch.

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