Archiv

Posts Tagged ‘Ok Tedi’

Fluten in Western Province machen 26-40 Tsd Menschen heimatlos

Juni 22, 2012 Kommentare aus

Starke Regenfälle haben zu Überschwemmungen des durch die Ok Tedi Mine stark verschmutzten Fly River geführt und haben mehrere zehntausend Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten. Viele Familien können ihre Gärten und Häuser nicht mehr erreichen.

Mehr Informationen: Australia Networks.

Widerstand gegen Tiefseebergbau in PNG

Juni 11, 2012 1 Kommentar

„Nach Papua-Neuguinea geht man, um Geld zu machen“, ist ein nicht ganz unberechtigtes (Vor-)Urteil, dass man gelegentlich hört. Das Land gehört derzeit zu den Top-Zielen internationaler Bergbaukonzerne. Zu dem Mega-LNG-(Erdgas)-Projekt gesellen sich derzeit einige neue Bergbau-Projekte (für viel Aufruhr hat das Verfahren gegen die von einem chinesischen Staatskonzern betriebene Ramu-Nickel-Mine gesorgt). Die Nutzungszeit der Ok Tedi-Mine in der Western Province unweit der indonesischen Grenze wurde erst kürzlich um mehrere Jahre verlängert.

Mit dabei ist auch Solwara 1, das weltweit derzeit erfolgversprechendste Tiefseebergbau-Projekt. Der Abbau von Gold und Kupfer in 1.600 Meter Tiefe vor Neu-Irland wird derzeit vorbereitet. Man sollte meinen, dass sich das Projekt fern möglicher traditioneller Landowner in Ruhe und ohne öffentliche Diskussion möglicher Umweltschäden entwickeln kann, aber weit gefehlt. Auch hier regt sich Widerstand in sich entwickelnden PNG-Zivilgesellschaft. Anti-Seabed-Mining-Poster und T-Shirts sind bereits erhältlich.

Feldforschung unter Goldgräbern

November 27, 2011 Kommentare aus

Der Abbau von Rohstoffen wie Kupfer, Gold oder Nickel ist eine Haupteinkommensquelle des neuguineischen Staates und Arbeitsplatz für einen Teil der lokalen Bevölkerung. Doch das Verhältnis der ‘Lokalen’ zum Bergbau ist oftmals ambivalent. Der Geldfluss durch die Mine verändert lokale Machtverhältnisse, verändert die Lebensweise, Erwartungen, führt Männer von ihren Familien weg und hin zur Mine. Flüsse wie der Fly River in Western Province oder Jaba River in Bougainville werden durch Abwässer geplant oder ungeplant verschmutzt. Teile der Bevölkerung profitieren von der Mine, andere Gruppen haben den Schaden. In vielen entlegenen Gegenden eröffnet der Bergbau die Tür zur Aussenwelt, bringt Annehmlichkeiten, verändert die Kultur, ermöglicht vielleicht den Bau von Schulen, schafft aber auch neue Konflikte.

Prof. Dan Jorgensen, University of Western Ontario, Kanada beleuchtet das ambivalente Verhältnis von Mine und lokaler Gesellschaft: www.journal-ethnologie.de.