Kalibobo Leuchtturm

Kalibobo Leuchtturm, Madang

Der Kalibobo-Leuchtturm, neben den Flughunden Madangs das Wahrzeichen der Stadt. Gebaut um Schiffern den Weg durch die Riffe zu zeigen, und um den australischen „Coastwatchers“ während des 2. Weltkrieges zu gedenken.

Zaubereigesetz abschaffen!

Es mag einem vorkommen, wie ein Faktum aus der Welt von Harry Potter, aber in PNG gibt es tatsächlich noch ein Zauberei-Gesetz (‘Sorcery Act’). Das Gesetz wurde kurz vor der Unabhängigkeit, 1971, eingeführt und kriminalisiert schwarze Magie, der viele Tode zugeschrieben werden. In den vergangenen Jahren hat die Zahl Beschuldigungen der Zauberei und Hexerei und Folter und Mord an vermeintlichen Zauberern und Hexen zugenommen. Seit der Review des Gesetzes in den vergangenen Jahren meldet sich das Melanesische Institut, eine sozial-pastorale Forschungseinrichtung der vier größten Kirchen PNGs, vermehrt zum Thema zu Wort. Und fordert die Abschaffung des Gesetzes. Zauberei zugeschriebene Todesfälle sollen regulär als Mord untersucht werden. Folter und Mord an vermeintlichen Zauberern sind auch jetzt schon illegal, kommen in einigen Provinzen allerdings vor. Ein großes Thema in einer Gesellschaft, in der viele die Ausgrenzung von „Zauberern“ beklagen, die aber trotz allem von magischem Denken durchzogen ist.

Quellen: http://www.australianetworknews.com, http://www.mi.org.pg

Organisationen: Pazifik-Netzwerk e.V.

Eine der engagiertesten Quellen in Sachen Pazifik: Das Pazifik-Netzwerk will dazu beitragen, das Recht auf Selbstbestimmung der Völker im Pazifik im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich durchzusetzen und der zunehmenden Umweltzerstörung und deren Auswirkungen im Pazifik entgegen zu wirken.

Ein Erfolg für die junge Zivilgesellschaft in PNG

Der anwaltschaftliche Verein Act NOW PNG hat einen Erfolg eingefahren: Nachdem Act NOW 18.000 Online-Unterschriften gegen die 2010er Zusätze zum Umweltschutz-Gesetz gesammelt hatte, hat die Regierung diese kassiert. Vor dem Hintergrund noch geringer Internetnutzerzahlen sind 18.000 Unterschriften beachtlich, zumal es ähnliches in PNG noch nie gegeben hat.

Die Gesetzesänderungen der vorherigen Regierung hatten u.a. die Auswirkung, dass die traditionellen Landeigner, denen 97% des Grund und Bodens in Papua-Neuguinea gehört, bei der Vergabe von Ressourcennutzungsrechten an Unternehmen wenig Mitspracherechte gehabt hätten. Das aktuelle Vorgehen der Regierung kassiert eine Regelung, die verhindert hat, dass Landeigner bei Umweltzerstörung gerichtlich gegen die Unternehmen vorgehen können.

Quellen:

Die Farbe der Highlands

Januar 19, 2012 1 Kommentar

Die Farbe des Hochlandes - Bilums zum Verkauf am Kagamuga Flughafen

Das Farbenprächtige Hochland, am Kagamuga-Flughafen in Mt. Hagen gesehen. Dort stellen Verkäuferinnen ihre Bilums genannten Tragetaschen aus.

Abenteuerliche Flugreisen

In einem Land wie Papua-Neuguinea, wo hohe Bergketten und das Meer die Menschen voneinander trennen, kommt dem Flugverkehr eine wichtige Rolle zu. Die beiden „Großen“ der Branche – Air Niugini und Airlines PNG – fliegen auch Übersee-Flughäfen an, sind aber v.a. für die Anbindung der Provinzen an das Zentrum Port Moresby zuständig. Kleinere „third level airlines“ wie der Missionsflieger MAF fliegen dagegen auch entlegendste Dörfer und Täler an, vorausgesetzt die Dörfler dort haben das Gras der Landepiste geschnitten. Doch auch sonst gibt es vieles, dass das Fliegen im Land interessant macht.

In Buka, dem einzigen Flughafen der Autonomen Region Bougainville, werden sporadisch für einige Tage die Sicherheitskontrollen erheblich verschärft. Dann müssen die Passagiere auf einer behälfsmässigen Bank ihre Koffer und Taschen öffnen und aufs peinlichste überprüfen lassen. Der Volksmund behauptet zu wissen, dass dies immer dann passiere, wenn mal wieder jemand vergessen habe seine Handgranate oder Pistole aus dem Reisegepäck zu nehmen und der Metalldetektor im Hauptstadtflughafen anschlägt. Ob das stimmt? Es würde jedenfalls folgende Warntafeln erklären:Warntafel Inlands-Flughafen Port Moresby

Einer der meist erzähltesten Witze: Großvater besteigt das erste Mal ein Flugzeug. Er hat die Provinz noch nie verlassen. Die Enkel in der Hauptstadt haben zusammen gelegt und ihm das Ticket finanziert. Auf halben Wege gibt der Pilot auf Englisch die folgende Durchsage: Wegen eines Unwetters müsse er leider umkehren. Die Passagiere mögen sich bitte keine Sorgen machen, die Fluggesellschaft werde sich bemühen den Flug am nächsten Tag zu wiederholen. Großvater, des Englischen kaum mächtig, versteht nichts. Der Flieger landet, die Flugbegleiterin öffnet die Tür und die Passagiere steigen auf den heissen Asphalt hinunter. Großvater blickt sich um und murmelt weise zu seinem Sitznachbarn, erkennbar einem viel gereisten Geschäftsmann: Ich versteh gar nicht warum ihr jungen Leut so viel durch die Welt reist – anderswo sieht es doch eh nur wie daheim aus. Abflughalle der Fluggesellschaft Air Niugini am Kiunga Airport, Western Province

Abschiebelager PNG

Papua-Neuguinea macht oft nur am Rande Schlagzeilen, wie im aktuellen Standard.at als australisches Abschiebelager für Bootsflüchtlinge.

Die Kupfermine als entscheidender Faktor für die Unabhängigkeit?

Der Abbau mineralischer Rohstoffe trägt zu einem Viertel des Bruttosozialprodukts Papua-Neuguineas bei. In Bougainville, nach der Stillegung der Panguna-Mine, nichts. Das kann sich mit der möglichen Wiedereröffnung ändern. Copperinvestmentnews berichtet.

„Landgrabbing“ in Papua-Neuguinea und der Biosprit

Auf der Suche nach Hintergrundinformationen zu den SABL (Special Agricultural Business Leases), die derzeit in PNG für politischen Zündstoff sorgen, bin ich auf einen ein halbes Jahr alten Beitrag im Deutschlandradio gestossen:

Wenn Rosa Koian vom Einzug der Ölpalmen in ihrer Heimat Papua-Neuguinea erzählt, schwindet das Lächeln aus ihrem dunkeln Gesicht. Rosa Koian ist Aktivistin der Menschenrechtsorganisation Bismarck-Ramu-Group in ihrem Land. Sie ist wütend über die steigende Nachfrage nach Palmöl für die boomende Biosprit-Industrie. Denn der Hype um die Ölpalme hat schwere Folgen für die Dorfbewohner in den Urwäldern von Papua-Neuguinea: …
Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1467593/

Link: OneWorld-Jobs in der österreichischen Entwicklungszuammenarbeit

Bei Greenpeace, HORIZONT3000, Licht für die Welt, Dreikönigsaktion, attac und anderen österreichischen EZA-Organisationen gibt es freie Stellen. Man findet sie bei www.oneworld.at/start.asp?b=232.

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